Donnerstag

Wenn es so schönes Autorenfeedback zum Lektorat gibt

... dann ist das ein Grund zur Freude!

Der Autor schreibt:


Früher, wenn ich „Lektorat“ nur gedacht habe, war ich schon auf 180, innerlich. Dieses Wort war für mich gleichbedeutend mit Einmischung, Beschneidung der „künstlerischen Freiheit“, endlosen Diskussionen oder gar Streitereien über ein paar Sätze, Worte oder womöglich ein einziges Satzzeichen, dazu die „neue Schreibweise“, welche mich immer noch auf 200 bringt, innerlich und äusserlich – doch darum geht’s hier nicht. Und das alles mit einer mir völlig unbekannten Nase in einem ablehnend gesinnten Verlag, dem natürlichen Feind des jungen, aufstrebenden, innovativen Autors, dagegen gut Freund mit intelligenzresistenten Promis und sogenannten, meist nur möchtegernen VIPs, die ihre Muttersprache nicht einmal mündlich beherrschen, aber höchste Verkaufszahlen garantieren. Wieso eigentlich? Wer kauft, und vor allem: wer liest denn sowas? Wo sind denn da die Lektoren?!?
Entschuldigung, ich will nicht wieder abschweifen. Das Thema ist „Lektorat“, insbesondere meine Erfahrung mit Elsa Rieger als Lektorin. Nachdem ich mich im inzwischen ziemlich fortgeschrittenen Alter endlich doch noch dazu entschlossen hatte, eine Veröffentlichung meiner Kritzeleien ins Auge zu fassen, habe ich mich an Elsa Rieger gewandt, weil ich sie schon lange als Freundin und Schriftstellerin kenne und schätze. Erst im Nachhinein kann ich das Ausmass meines Glücks gebührend würdigen, dass sie sich meiner und meiner Geschichten angenommen hat, denn die Arbeit mit ihr war nicht nur effektiv, sondern hat mir auch noch Spass gemacht. Sie arbeitet professionell, was in diesem Fall keineswegs kalt und erfolgsorientiert im negativen Sinn bedeutet, sondern einfühlsam und stilgerecht, dazu schnell und unermüdlich. Ihre Anregungen, Einwände und Vorschläge habe ich zu keiner Zeit als Einmischung empfunden, im Gegenteil, sie waren eine Bereicherung und trieben mich vorwärts. Bevor ich ins Schwärmen gerate und damit in die Unglaubwürdigkeit abrutsche, sage ich nur noch eines: Ich habe von ihr und mit ihr sehr viel gelernt, wofür ich ihr von Herzen dankbar bin.
Elsa Rieger hat sich auch erfolgreich um das Layout meines Buches gekümmert, wovon ich keine Ahnung hatte. Jetzt dämmert mir allmählich, worum es dabei geht, aber ohne ihre Unterstützung käme ich nicht zurecht.
Es tut gut, ein Vorurteil revidieren zu können, deshalb sage ich heute: „Es lebe das Lektorat!“ Man muss nur die richtige Person dafür finden, und ich hatte dieses Glück. Vielen herzlichen Dank, Elsa!
norbert rychly
 
Vielen Dank, Norbert!
 
Hier das soeben geborene Buchkind:
 

Kurzbeschreibung

Geben Sie gut auf Ihr Handy acht, darin könnte sich nämlich etwas manifestieren, das Ihnen keine Freude macht. Was sich so alles im bombenfesten Zement eines Staudamms bewegt, das finden Sie hier heraus, ebenso, was den Smutje mit dem geldgierigen Käpt’n Jones verbindet. An Werner F.’s innovativer Geschäftsidee können Sie sich ein Beispiel nehmen, aber hüten Sie sich bloß vor gewissen Websites, oder surfen Sie sicherheitshalber ausschließlich in einem Internetcafé, niemals mit Ihrem eigenen Computer! Wie erging es Jim Hawkins nach seinem Abenteuer auf der Schatzinsel? Ist der Urenkel des angeblichen „Lügenbarons“ auch ein Lügner?
Das und noch viel mehr erfahren Sie in diesem Dutzend unheimlicher Geschichten, gespickt mit einzigartigen Illustrationen.


norbert rychly, unheimlich heimliches
illustrationen hansjörg bisswurm

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Mittwoch

Betrachtung zum neuesten Lektorat

Als die Autorin an mich herantrat, nahm ich die Herausforderung gespannt an. Denn ein Manuskript einer Japanerin zu lektorieren ist nochmal etwas anderes, als das einer Muttersprachlerin zu begutachten.
Ich las also die Texte, und zuerst wollte sich kein Bezug dazu einstellen. Ich konnte einfach nicht zwischen den Zeilen lesen, den Subtext nicht greifen. Ich las etwas sehr Zartes, Zurückhaltendes, vergleichbar mit Kirschblütenknospen, die mir verschlossen blieben. Was tun?, fragte ich mich. Dann sammelte ich mich und begann in der 1. Überarbeitungsrunde die Sätze gemeinsam mit der Autorin europäischer zu gestalten. Langsam öffneten sich dadurch die zarten Kirschblüten, und von Runde zu Runde entfalteten sie sich mehr und mehr. Nun verstehe ich die Texte und das Unausgesprochene zwischen den Zeilen. Und das, was die Autorin den Lesern mitteilen will, ist eine wunderbare Idee. Das war sie von Anfang an. 


Nachdem wir alles vollbracht hatten, schrieb die Autorin auf Facebook:
Meine Lektorin hat 2. Stufen gemacht: 1. Grammatische Korrektur 2. Inhaltliche Korrektur. Aber sie hat schon von 1. Stufe an mehrere wichtige Fragen gestellt. Ich beantwortete ihre Fragen verzweifelt. Aber ich konnte genau mitteilen, was ich im Kopf hatte. Sie formulierte besser, was ich sagen wollte. Sie legte viele liebliche Ideen in meinen Text. Erstmals hatte ich mich geschämt sehr, weil ich fühlte mich, wie meine Unterwäsche zeigen ließ. Aber da sie meine Erklärung richtig verstanden war, und verbesserte meinen Text, meine Geschichte blieb "mein" aber verbessert. Das war eine schöne Erfahrung.

Ich antwortete ihr:
ein Lektor ist wie ein Leibarzt, denn er zieht den Patienten - den Text - nackt aus, um den Körper zu verstehen, zu verstehen, was zwischen den Buchstaben und Zeilen steht. Dann erst sieht und hört er das Herz eines Textes klopfen. Du hast mir dein Vertrauen geschenkt, dass ich das alles fühlen konnte, was dort steht. Ich weiß, dass das für jeden Writer eine Entblätterung bedeutet. Ich danke dir für die schöne gemeinsame Zeit und Arbeit.

Wie schon erwähnt, geht es um eine sehr zarte Liebesgeschichte. Die Protagonisten sind ein Wissenschaftler, Mitte 30, und ein sehr junger Mann, eine Waise, der als sein Assistent arbeitet. Die beiden kommen letzten Endes in eine Situation, die erschreckende Wahrheit ist, obwohl man das als Leser kaum für möglich halten kann. Mehr möchte ich nicht verraten.


Naiv

Dienstag

Was geschieht beim Lektorat?

Tom Oberbichler war so freundlich, meinen Artikel über die Zusammenarbeit von Autoren mit Lektoren und meine Sicht dazu auf seiner Seite be wonderful zu veröffentlichen. Vielen Dank, Tom! 


Mittlerweile ist es den meisten Autoren und Autorinnen klar, dass ein hochwertiges Lektorat und Korrektorat ein wichtiger Bestandteil eines guten und erfolgreichen Buchs ist – egal ob es selbstverlegt wird oder ein Verlag eingebunden ist.
Ich habe Elsa Rieger, Autorin, Buchbloggerin und Lektorin, gebeten uns aus ihrer Sicht als Lektorin einen Überblick über ihre Arbeit und ihre Zusammenarbeit mit Autoren und Autorinnen zu geben.


Liebe Autorin, lieber Autor,
 
Zunächst bin ich als Lektorin, die selbst schreibt und das Wort an sich liebt, sehr gespannt, wenn du mit einem Text auf mich zukommst. Es ist kein Märchen, dass die Chemie zwischen Menschen stimmen muss, um überhaupt miteinander kommunizieren zu können. Doch das gilt auch für den Text. Ich kann nicht jeden Text „ausgehfein“ machen, gebe ich hiermit zu. In den Anfängen des Lektorierens wollte ich das aber um jeden Preis (Honorare für die Arbeit sind ja auch nicht zu verneinen, nicht wahr?). Mittlerweile nach den Jahren sehe ich das jedoch anders. Wenn mich ein Text nicht ergreift, interessiert, oder schlichtweg talentfrei geschrieben ist, springe ich nicht mehr über meinen Schatten, sondern lehne das Projekt mit Bedauern ab. Ich finde nicht, dass jeder Mensch die Begabung zum Schreiben hat. Vielleicht ist derjenige/diejenige besser bei der bildenden Kunst aufgehoben oder beim Komponieren schöner Melodien? (...)

Wenn Sie weiterlesen wollen, was ich zu sagen habe,
hier geht es zum gesamten Text: 


Der Artikel


Samstag

Danke für die schöne Referenz!

Kerstin Werner

Dieses Buch war für mich vom Schreiben her am emotinalsten. Ich habe mein Herz ganz weit geöffnet und viele Tränen einfließen lassen. Es gab Telefonate, es gab Chats und Träume, deren Impulsen ich folgte.
 
In diesem Buch hat mich meine Intuition mehr geführt als je zuvor.
Und ich habe mich führen lassen.
 
Rund um dieses Buch liefen Prozesse in mir ab, die einer Achterbahn glichen. Es ging wirklich nochmal rasant rauf und runter. Ich besuchte regelmässig die Wach-Trance von Walter Müller in Köln und habe dort ganz viel Traurigkeit rauslassen können, ebenso angestaute Aggressionen. Irgendwann kam dann ein Punkt, wo sich tatsächlich eins einstellte: Vertrauen. Und das Ergebnis von Vertrauen war innere Liebe, die sich irgendwie auf viel mehr ausbreitete als nur mein Innerstes. Ein wunderbares Gefühl und wer es kennt, wird mich gerade verstehen.
 
Selbst das Cover von Ulrike Hirsch stieß in mir Prozesse an, bei denen ich mich fragte: Kannst du selbst die Fülle des Lebens annehmen? Und ich danke Ulrike an der Stelle, dass sie nicht nur malte, sondern auch seelisch dieses Mal so offenherzig mit meinen (inneren) Fragen umging.
 
Deshalb kann ich rückblickend sagen: Dieses Buch hatte es in sich. Da ich mit dem Schreiben wieder einiges verarbeiten und abschließen konnte.
 
An der Stelle danke ich auch Elsa Rieger, die nun schon das dritte Buch von mir lektoriert hat. Sie ist nicht nur eine großartige Schriftstellerin, sondern auch eine tolle Lektorin und vor allem: Ein Mensch mit Herz auf dem rechten Fleck, wie man so schön sagt.
 
Ebenso geht ein Dank an Christian Balcaen, der sich inzwischen um meine eBooks kümmert. Auch mit dir ist alles sehr unkompliziert und macht einfach Freude.
 
Ich bin glücklich, dass wieder ein Buchbaby geboren ist. Möge es viele Menschenherzen berühren.
 
Herzensgrüße
Kerstin

Freitag

Neue Referenz

Eine besonders schöne Zusammenarbeit mit dem Autor. 

Rosentod

Thriller
von Hans-Peter Vertacnik

Seiten: (ca.) 339
Erscheinungsform: Originalausgabe
ISBN: eBook 978-3-95520-272-9
Format:
ePUB


„Flink greift der Fahrer nach dem Höschen und lässt es im Handschuhfach verschwinden. Das intime Wäschestück liegt jetzt neben den Handschellen und seinem Lieblingsmesser. Langsam, bedächtig setzt er seine Fahrt fort …“

Gefesselt, in einen alten Schlafsack gehüllt und mit einer Plastikrose auf der Brust wird eine junge Frau im Fluss ertränkt. Während Kommissarin Ulla Spärlich die Ermittlungen aufnimmt, verbreitet ein Unbekannter im Internet ein Video, in dem sich das Opfer in Szene setzt. Bald darauf taucht ein weiterer Film auf: Es zeigt eine Freundin Ullas. Zugleich gerät ihr Kollege Joe Maringer, mit dem sie weit mehr als nur der Beruf verbindet, plötzlich ins Fadenkreuz ihrer Ermittlungen …

Eiskalt. Schonungslos. Ein Thriller, der unter die Haut geht.